Regionale Unterschiede bei DSL-Preisen

Wer in einer Region lebt, in der kein eigenes DSL-Netzt installiert ist, muss oft kräftig für den schnellen Internetzugang draufzahlen. Und die Zahl der Betroffenen ist erheblich: Rund 23 Prozent der Kunden von vier großen Anbietern zahlen solche regionalen Aufschläge – insgesamt sind es ca. 124 Millionen Euro jährlich.

Den Aufschlag zahlen müssen die Kunden in dünn besiedelten Gebieten von 1&1, Alice, Congstar und o2. Und weil das große Anbieter sind, ist davon jeder12 DSL-Haushalt betroffen. Auf die Zahlen kommt check24.de, indem das Portal die 36 Prozent über den Marktanteil der vier Anbieter von 22 Prozent auf alle 26,5 Millionen Haushalte mit DSL umrechnet. Für die Studie untersuchte das Vergleichsportal insgesamt 35.000 Adressen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist das Surfen besonders teuer

Und es gibt besonders betroffene Regionen: So müssen in Mecklenburg-Vorpommern 14 Prozent aller DSL-Kunden und 64 Prozent aller Kunden der vier Anbieter für den Netzzugang draufzahlen. Da surfen Kunden in Hamburg, Berlin, und Bremen schon etwas günstiger: Hier müssen nur ein Prozent aller DSL-Nutzer und vier Prozent der Kunden besagter Anbieter den Zusatzbetrag entrichten.

Allerdings sind sich viele Menschen, die einen DSL-Vertrag abschließen wollen, nicht über die Mehrkosten von bis zu fünf Euro bewusst. Denn in der Regel werden die Regionalaufschläge nicht mit den beworbenen Kosten erwähnt und stehen nur im Kleingedruckten. Denn ein auf den ersten Blick günstiger Anbieter kann durch die Extrakosten teuer als andere Anbieter mit einem höheren Grundpreis werden.

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